Category: Beitragsarchiv

Mit Polyphenolen gegen SARS-CoV-2 und Mutanten

Energiestoffwechsel im Gehirn – 
Strategien zur Alzheimer- und Demenzprävention

Knoblauch wirkt gegen viele behüllte Viren antiviral, auch gegen das SARS-CoV2-Virus. 
Die Schwefelverbindungen hemmen das Andocken des Virus an die ACE2-Rezeptoren der Lungenzellen und die Serin-Protease, die den Eintritt in die Zelle ermöglicht. Ausserdem hemmt Knoblauch das Uncoating des Genoms, die Konversion der (–)viralen RNA zur plussträngigen RNA, die Replikation des Virus und die Freisetzung neuer Virionen. Schwefelverbindungen stimulieren die angeborene Immunität und modulieren die erworbene Immunität, die mit zytotoxischen T-Zellen und den spezifischen Antikörpern der B-Zellen infizierte Zellen beseitigen. Knoblauch hemmt die Signalwege, die die Komplikationen triggern und den Zytokinsturm, der ein akutes Lungenversagen auslösen kann. Klinische Studien bei COVID-19-Patienten liegen noch nicht vor. Sie sollten am besten mit einem auf S-Allylcystein standardisierten Produkt aus geruchlosem Knoblauch durchgeführt werden.

Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann
Universität Freiburg i. Br.

Curcumin und Piperin hemmen ebenfalls das Andocken, Eindringen und die Replikation des SARS-CoV-2-Virus in Lungenzellen. Curcumin hemmt den proentzündlichen Signalweg über NFkB und die Signalwege der Komplikationen: über „Transforming Growth Factor 1ss“ (Lunge), „Dipeptidylpeptidase-4“ (Diabetes) und „Troponin-I-Interacting-Kinase“ (Herz-Kreislauf). Acht exploratorische Studien weisen auf eine Besserung der Symptome, eine Verkürzung der Hospitalisationszeit und weniger Todesfälle durch Curcumin vs. Placebo hin. Auch hatten die Lymphozyten im Serum zu-, die Neutrophilen und das Verhältnis Neutrophile zu Lymphozyten abgenommen. Die T-Helferzellen im Serum nahmen ab und damit die proinflammatorischen Zytokine ex-vivo/in-vitro und im Serum. Unter Curcumin stiegen die Treg-Zellen im Serum an und mit ihnen der Treg Transkriptionsfaktor Forkhead box P3 und die von den Treg-Zellen induzierten antientzündlichen Zytokine. Dies weist darauf hin, dass Curcumin das Ungleichgewicht zwischen den regulatorischen Treg-Zellen und den T-Helferzellen als Ursache des Zytokinsturms und der damit verbundenen Mortalität positiv beeinflussen kann. Konfirmatorische Studien müssen jetzt die Wirkgrösse von Curcumin bei SARS-CoV2-Infektionen ermitteln. Konfirmatorische Studien sollten ein Curcuminpräparat mit hoher Bioverfügbarkeit einsetzen, da die EFSA die Tagesdosis Curcumin in Nahrungsergänzungsmitteln auf 2 mg/kg limitiert hat.

Auch für Schwarzkümmel und seine Leitsubstanz Thymoquinon ist der Wirkungsmechanimus der antiviralen Wirkung gegen SARS-CoV2 weitgehend aufgeklärt. Beide stimulieren und modulieren die humorale und zelluläre Immunantwort und besserten bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen die Lungenfunktion. Fünf exploratorische Studien weisen auf Wirksamkeit hin. Die im Web veröffentlichte Meta-Analyse mit acht Studien erlaubt keine Angabe zur Wirkgrösse des Schwarzkümmels bei der COVID-19-Infektion. Eine Tagesdosis mit < 50 mg Thymoquinon kann sicher angewendet werden. Eigene Untersuchungen zeigen, dass kommerzielle Schwarzkümmelpräparate nur wenig Thymoquinon enthalten. Ein wirkstoffreiches Präparat ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.

Computersimulationen zeigen, dass viele Pflanzenstoffe mit den Zielgenen der Signalwege interagieren können. Da Polyphenole und andere Pflanzenstoffe die SARS-CoV2-Infektion simultan über mehrere Signalwege bekämpfen, wird vermutet, dass mit einem optimalen Wirkstoff-Cocktail die effektivste Behandlung gegen die SARS-CoV-2-Infektion erzielt werden kann.

Kommentar aus Sicht der SfGU:
 „Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und Polyphenole haben in der Regulationsmedizin zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Wirkungsweisen sind mittlerweile grösstenteils bekannt und reichen von antiviralen und antioxidativen Eigenschaften bis hin zu Faktoren, die einen regenerierenden, verstärkenden, entgiftenden und epigenetischen Einfluss haben. Beim Einsatz dieser pflanzlichen Substanzen sollte allerdings immer und zwingend darauf geachtet werden, dass der Grundbedarf an essentiellen Makro- und Mikronährstoffen (Fettsäuren, Aminosäuren, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) gedeckt sein muss, damit regulierende Hormone, Enzyme, Leukozyten u.a. vom Stoffwechsel rechtzeitig und am richtigen Ort bereitgestellt werden können. Wir kommen also nicht umhin, auch bei der Gabe von pflanzlichen Stoffen individualisiert und möglichst breit aufgestellt zu arbeiten – basierend auf einer geeigneten Diagnostik. Auch hier gilt: ‚Eine Geige macht noch lange kein Orchester.‘ Nur das Zusammenspiel dieser Substanzen auf unterschiedlichen Ebenen führt zu nachhaltigen Erfolgen.“

Andreas Hefel, Präsident der SfGU

Den Vortrag finden Sie in voller Länge in der
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Kernthese Nr. 5:
Einige Polyphenole sind eine Option bei der Therapie von COVID-Erkrankungen, weil der Wirkungsmechanismus bekannt ist und klinische Studien auf Wirksamkeit weisen.

Kernthese Nr. 6:
Polyphenole sind erst dann eine Option bei der Therapie von COVID-Erkrankungen, wenn in konfirmatorischen Studien ein klinisch relevantes Ergebnis demonstriert wurde.

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Alles Vitamin D

Alles Vitamin D

Die von Frank C. Garland und Cedric F. Garland aus epidemiologischen Überlegungen aufgestellte Hypothese, dass Vitamin D das Risiko für Dickdarmkrebs reduzieren könnte1, hat eine Welle an wissenschaftlichem Interesse an Vitamin D jenseits von dessen klassischer Rolle in der Knochenentwicklung ausgelöst. Kaum ein anderer Mikronährstoff wurde mit solcher Intensität in allen möglichen Zusammenhängen und in allen möglichen Arten von Studien beforscht. Das schiere Ausmass der vorliegenden Literatur macht die Ableitung klarer Aussagen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Vitamin D und das Auffinden verlässlicher praktischer Empfehlungen für den Umgang mit Vitamin D schwierig und wird durch die oftmals vorzufindende Widersprüchlichkeit von Studienergebnissen und Richtlinien der verschiedenen Fachgesellschaften weiter verkompliziert. Nichtsdestotrotz lassen sich bei eingehender Analyse der vorliegenden Daten eindeutige Schlüsse mit hohem Evidenzgrad extrahieren:

  1. Das ursprünglich postulierte Potential von Vitamin D für die Vorbeugung von Krebs und vielen anderen Erkrankungen wurde weitestgehend widerlegt.
  2. Was sich hingegen in unabhängigen hochkarätigen Meta-Analysen von randomisiert kontrollierten Studien mit in Summe an die 100’000 Teilnehmern immer wieder zeigt, ist, dass eine Vitamin D3-Supplementierung Mortalität vorbeugen, in anderen Worten das Leben verlängern kann.2,3 Um ganz klar zu sein: Es handelt sich hier um Interventionsstudien, bei denen eine Gruppe Vitamin D3 und eine zweite vergleichbare Gruppe ein Placebo erhält. Am Ende der mehrjährigen Studiendauer ist die Gesamtmortalität in der Vitamin D3-Gruppe systematisch niedriger. Damit ist Kausalität bewiesen, was im Falle von Vitamin D übrigens auch noch durch eine ganz andere Art von Studien, den sogenannten Mendel’schen Assoziationsstudien, gesichert ist.
  3. Die in den oben erwähnten Meta-Analysen festgestellte positive Wirkung einer Vitamin D-
Supplementierung auf die Lebensdauer widerspiegelt wahrscheinlich nicht das gesamte Potential dieser Intervention, weil die Studienpopulationen relativ alt und die eingesetzten Vitamin D3-Dosierungen meistens relativ gering waren. Eine früh im Leben beginnende und ausreichend hoch dosierte Supplementierung würde den Effekt vermutlich weiter verstärken.
  4. Aus Assoziationsstudien wissen wir, dass 25-Hydroxyvitamin D-Blutspiegel über 75 nmol/L, besser über 100 nmol/L, für eine maximale Reduktion des Mortalitätsrisikos notwendig sind.4 Diese sind für die meisten Menschen nicht, und schon gar nicht durchgehend, ohne Supplementierung erreichbar.
  5. Vitamin D-Toxizität ist selten, aber regelmässig zu beobachten und resultiert praktisch immer aus massiver Überdosierung entweder auf Seiten des Anwenders oder des Supplement-Herstellers. Zur Kontrolle der optimalen Einstellung und Früherkennung eines eventuellen Toxizitätsrisikos erscheinen regelmässige Spiegelbestimmungen (25-Hydroxy-Vitamin D) empfehlenswert.

  6. Die Vitamin D-Richtlinie der Endocrine Society zeichnet sich durch ihre balancierte Bewertung der Evidenz und ihre praxistauglichen Empfehlungen aus.5

Assoc. Prof. Dr. Rodrig Marculescu
Allgemeines Krankenhaus der medizinischen Universität Wien

Literatur:

  1. Garland CF, Garland FC. Do sunlight and vitamin D reduce the likelihood of colon cancer? Int J Epidemiol. 1980;9(3):227-231. doi:10.1093/IJE/9.3.227
  2. Bjelakovic G, Gluud LL, Nikolova D, et al. Vitamin D supplementation for prevention of mortality in adults. Cochrane database Syst Rev. 2014;1:CD007470. doi:10.1002/14651858.CD007470.pub3
  3. Chowdhury R, Kunutsor S, Vitezova A, et al. Vitamin D and risk of cause specific death: systematic review and meta-analysis of observational cohort and randomised intervention studies. BMJ. 2014;348:g1903. doi:10.1136/bmj.g1903
  4. Garland CF, Kim JJ, Mohr SB, et al. Meta-analysis of all-cause mortality according to serum 25-hydroxyvitamin D. Am J Public Health. 2014;104(8):43-50. doi:10.2105/AJPH.2014.302034
  5. Holick MF, Binkley NC, Bischoff-Ferrari H a., et al. Evaluation, Treatment, and 
Prevention of Vitamin D Deficiency: an Endocrine Society Clinical Practice Guideline. J Clin Endocrinol Metab. 2011;25(July):1-20. doi:10.1210/jc.2011-0385

Kommentar aus Sicht der SfGU:
«Vitamin D ist eine hormonähnliche Substanz mit vielen Eigenschaften, die an den unterschiedlichsten Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Zahlreiche Studien belegen seine Bedeutung. Aber auch hier macht die Dosis den entscheidenden Unterschied. Je nachdem, was genau erreicht werden soll, z.B. `Therapie´, `Auffüllen des Vitamin D-Spiegels´ oder `Erhaltung eines vorgegebenen Werts´, können die Dosierungen beträchtlich variieren. Zudem haben wir an eigenen Untersuchungen und Studien festgestellt, dass die Aufnahme und Verarbeitung von Vitamin D im Stoffwechsel sehr individuell sind, was somit auch berücksichtig werden muss. Deshalb gilt auch hier: Um Vitamin D wirksam und gezielt einsetzen zu können, brauchen wir vorab eine eindeutige Messung des Vitamin D-Spiegels im Blut sowie nach einiger Zeit eine entsprechende Kontrolle. Da die gemessenen Werte je nach Messverfahren und Labor unterschiedlich sein können, empfehlen wir bei Kontrollmessungen das gleiche Labor zu beauftragen. Aber auch hier gilt zwingend: Vitamin D sollte nicht als Monopräparat eingenommen werden! Das erhöht zwar den Vitamin D-Spiegel im Serum, die erwünschten biochemischen Abläufe können ohne die Aktivierung von Co-Faktoren durch alle essentiellen Mikronährstoffe aber nicht in Gang gesetzt werden. Erst eine ausgewogene Grundversorgung an Mikronährstoffen, Amino- und Fettsäuren garantiert auch biochemisch optimale Abläufe auf den unterschiedlichen Stoffwechselebenen. Es erstaunt uns immer wieder, dass diese `Binsenwahrheit´ in der Schulmedizin und von vielen Therapeuten noch immer nicht umgesetzt wird – zum Nachteil des Patienten.»

Andreas Hefel, Präsident der SfGU

Kernthese Nr. 7:
Es gibt umfassende und hochwertige wissenschaftliche Evidenz dafür, dass eine suffiziente Vitamin D-Versorgung das Leben verlängert.

Kernthese Nr. 8:
Eine suffiziente Vitamin D-Versorgung (25-Hydroxy-Vitamin D-Blutspiegel über 75 nmol/L, besser über 100 nmol/L) ist kaum ohne Supplementierung möglich. Als Richtlinie dafür werden die Empfehlungen von Michael F. Holick et al. vorgeschlagen.*

* In: „Evaluation, Treatment, and Prevention of Vitamin Deficiency: an Endocrine Society Clinical Practice Guideline“, The Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, June 2011 und zwar die hierin als „tolerable upper intake level, UL“ bezeichneten Dosierungen, Tabelle 3, letzte Spalte ganz rechts. Die gesamte Publikation ist über ResearchGate frei vefügbar:
https://www.researchgate.net/publication/51196545_Evaluation_Treatment_and_Prevention_of_
Vitamin_D_Deficiency_an_Endocrine_Society_Clinical_Practice_Guideline

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Energiestoffwechsel im Gehirn – 
Strategien zur Alzheimer- und Demenzprävention

Energiestoffwechsel im Gehirn – 
Strategien zur Alzheimer- und Demenzprävention

Neurotoxische Plaques, ss-Amyloid, Neurofibrillen, Ammoniak sind nicht die primären Ursachen, sondern die letzten biologischen Folgen der komplexen Stoffwechselentgleisung. Polyätiologische Faktoren und Zivilisationsfaktoren leiten die Alzheimer-Erkrankung Jahrzehnte vor der Diagnosestellung ein. Entgegen alten Vorstellungen, dass Gene und bestimmte Ablagerungen die Ursache für die Alzheimer-Erkrankung darstellen würden, weist die aktuelle Datenlage daraufhin, dass diese Erkrankung nicht im Kopf beginnt. Die Plaques sind die Folge eines entgleisten Energiestoffwechsels. Führende Forscherteams aus unterschiedlichen Fachdisziplinen belegen, dass die folgenden Aspekte entscheidende ursächliche Schrittmacher für die Alzheimer-Demenz sind: das Microbiom zum Metabolom, die Mitochondrien, Zucker und Stoffwechselentzündungswege, Umweltgifte, Schwermetalle, hohe Spiegel von Stresshormonen, körperliche Inaktivität, Fettsäuren- und Aminosäurenmangel, Mineralstoff- und Vitaminunterversorgungen. Diese unterschiedlichen Belastungsfaktoren münden in oxidativen und nitrosativen Stress mit Inflammation und Intoxikation.

Dr. med. Kurt Mosetter
ZiT – Zentrum für interdisziplinäre Therapien, Konstanz

Ein zentraler Mechanismus ist der Energiestoffwechsel im Gehirn. Wenn der Energieträger Glucose nicht mehr richtig verwertet werden kann und nicht mehr in die Nervenzellen gelangt, entsteht im Zellinneren eine Hungersnot. Gleichzeitig führt die Hyperglykämie und der überschüssige Zucker an den Bindestellen der Zellaussenwand zur Glykierung, es entsteht eine Insulinresistenz. Während die Mechanismen der Insulinresistenz und die darauf aufbauenden Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Metabolisches Syndrom, Adipositas und die NAFLD schon lange bekannt sind, etabliert sich die Thematik „Zuckerkrankheit Alzheimer“ erst allmählich. Eine Vielzahl der ursächlichen Belastungskaskaden zeigt sich früh im metabolischen Profil. Die folgenden Labormarker sind dabei ausschlaggebend und erlauben frühe Einblicke in Risikofaktoren: HbA1c, g-GT, ALAT, Harnsäure, TG, Cholesterin, HOMA Index.

Die antientzündlichen und neuroregenerativen Wirkungen sollen über die Verbesserung der Muster der metabolischen Profile untersucht und im Detail nachgewiesen werden. GALILEO-Training, Muskel-Faszien-Längentraining mit KID (Kraft in der Dehnung), sowie ernährungsmedizinische Strategien mit Natural Eating & Glycoplan (mit individualisierter Supplementation entsprechender Defizite) bieten weitreichende Hilfe zu Selbstregulation und Reparatur. Der Bereich Psychohygiene mit Achtsamkeit, Meditation oder Yoga bietet zusätzliche Interventionsmöglichkeiten mit starken Wirkungen. Im Miteinander von Pflege, ärztlicher Versorgung, Ernährungsmedizin, Mikronährstoffsupplementation, Physiotherapie, Behandlung und Bildung für alle Beteiligten, inklusive der Angehörigen, wird die praktische Umsetzung tatsächlich machbar.

Den Vortrag finden Sie in voller Länge in der
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Kommentar aus Sicht der SfGU:
„Der Energiestoffwechsel und eine bedarfsgerechte Versorgung der Körperzellen mit Energie – notwendigerweise Rund-um-die-Uhr – ist die Basis für Gesundheit, Lebensqualität und ein langes Leben. Ohne ausreichende Energieversorgung kommt es zu überschiessenden Entzündungsreaktionen, mangelnden Entgiftungs- und Regenerationsleistungen des Körpers und der Zellen (keine Autophagie!) sowie schlussendlich zu Erschöpfungserscheinungen und Stoffwechselstörungen. Die steigenden Stress- und Umweltbelastungen (Schadstoffe, Medikamente, Elektrosmog u.a.) führen zu einem enormen zusätzlichen Energiebedarf, der kurzfristig und üblicherweise mit schnell verdaulichen Kohlenhydraten (Zucker – primär in Fast Food, Energydrinks, Chips, Süssigkeiten, aber auch in modernen Obstsorten und der sogenannten ‚Zivilisationskost‘) über die Ernährung gedeckt wird. Der daraus folgende rasche Anstieg von Blutzucker und Insulin führt zwar kurzfristig zu einem Energieschub. Die Aktivitäten der Mitochondrien werden aber explosionsartig hochgefahren und die Energie verpufft buchstäblich. Dies führt zu einer baldigen Unterzuckerung, zu Energiemangel und einer Schädigung der Mitochondrien. Eine Insulinresistenz verstärkt die Dysbalance im Körper. Die Folgen daraus sind bekannt in Form der nicht ansteckenden chronischen Erkrankungen, was bis hin zu Demenz und Alzheimer führen kann. Die Basis für einen optimalen Energiestoffwechsel wäre auch hier eine möglichst ausgewogene ‚slow food‘-Ernährung mit ca. 30% (kcal) Fett, 30% (kcal) Eiweiss und 40% (kcal) Kohlenhydraten – kombiniert mit wasserlöslichen Ballaststoffen (Guar, Konjak) zur verzögerten Aufnahme von Zucker ins Blut sowie einer ausreichenden Zufuhr von Mikronährstoffen (Messen – Machen – Messen).“

Andreas Hefel, Präsident der SfGU

Kernthese Nr. 9:
Eine Vielzahl von Belastungen innerhalb mehrerer Systemebenen führen miteinander zur Alzheimer-Demenz. Aktuelle Daten belegen, dass „Präklinische Veränderungen“ bereits 20–30 Jahre vor der Erkrankung eine grosse Rolle spielen. Früh genug, richtig erfasst und gedeutet, leiten sich erfolgreiche Präventionsmassnahmen ab.

Kernthese Nr. 10:
Prävention, Früherkennung, Monitoring von Microbiom-Metabolom Parametern machen Frühintervention möglich. Mehrdimensional ausgerichtete Therapieansätze in interdisziplinären Behandlungsteams eröffnen neue Wege, die Alzheimer- und Demenz-Pandemie abzufedern.

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Die 10 Kernthesen der Referierenden im Überblick

Die 10 Kernthesen der Referierenden im Überblick

Prof. Dr. med. habil. Ulrich Amon
Kernthese Nr. 1:

Patienten mit Autoimmunerkrankungen bedürfen sowohl hinsichtlich der Abklärung der Krankheits-ursachen als auch bezüglich einer langfristigen Therapie unbedingt eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes.

Kernthese Nr. 2:
Die Hochdosistherapie mit Vitamin D hat eine zentrale Bedeutung für die nachhaltige Behandlung von Autoimmunprozessen und kann nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bei korrekter Durchführung als sicher gelten.

Ass. Prof. Dr. rer. nat. Alexander Karabatsiakis
Kernthese Nr. 3:

Die Erforschung psychiatrischer Erkrankungen wie der Depression profitiert von der systemischen Betrachtung gesamtkörperlicher Veränderungen, statt sich primär auf das zentrale Nervensystem zu fokussieren. Die Psychoneuroimmunologie kann hierfür sehr wertvolle Erkenntnisse liefern, auch für eine ganzheitliche Perspektive auf die gesundheitlichen Konsequenzen der Depression.

Kernthese Nr. 4:
Die Psychoedukation von PatientInnen mit psychiatrischen Erkrankungen zu den biologischen Mechanismen von Stress und dessen Konsequenzen kann Stigma, Vorurteil und Vorbehalt reduzieren und dadurch ein wichtiger Schlüssel für Prävention und verbesserte Therapieeffizienz sein.

Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann
Kernthese Nr. 5:
Einige Polyphenole sind eine Option bei der Therapie von COVID-Erkrankungen, weil der 
Wirkungsmechanismus bekannt ist und klinische Studien auf Wirksamkeit weisen.

Kernthese Nr. 6:
Polyphenole sind erst dann eine Option bei der Therapie von COVID-Erkrankungen, wenn in konfirmatorischen Studien ein klinisch relevantes Ergebnis demonstriert wurde.

Assoc. Prof. Dr. Rodrig Marculescu
Kernthese Nr. 7:

Es gibt umfassende und hochwertige wissenschaftliche Evidenz dafür, dass eine suffiziente Vitamin D-Versorgung das Leben verlängert.

Kernthese Nr. 8:
Eine suffiziente Vitamin D-Versorgung (25-Hydroxy-Vitamin D-Blutspiegel über 75 nmol/L, besser 
über 100 nmol/L) ist kaum ohne Supplementierung möglich. Als Richtlinie dafür werden die Empfehlungen von Michael F. Holick et al. vorgeschlagen.

Dr. med. Kurt Mosetter
Kernthese Nr. 9:

Eine Vielzahl von Belastungen innerhalb mehrerer Systemebenen führen miteinander zur Alzheimer Demenz. Aktuelle Daten belegen, dass „Präklinische Veränderungen“ bereits 20–30 Jahre vor der Erkrankung eine grosse Rolle spielen. Früh genug, richtig erfasst und gedeutet, leiten sich erfolgreiche Präventionsmassnahmen ab.

Kernthese Nr. 10:
Prävention, Früherkennung, Monitoring von Microbiom-Metabolom Parametern machen 
Frühintervention möglich. Mehrdimensional ausgerichtete Therapieansätze in interdisziplinären Behandlungsteams eröffnen neue Wege, die Alzheimer- und Demenz-Pandemie abzufedern.

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Mikronährstoffmedizin am Puls der Wissenschaft

Mikronährstoffmedizin am Puls der Wissenschaft

Absolventen des Masterstudiengangs Mikronährstofftherapie & Regulationsmedizin an der FHM Bielefeld stellten am 16. Internationalen Bodenseekongress die Ergebnisse ihrer Masterarbeiten vor. Die Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) unterstützt diese evidenzbasierten Studien, indem sie den Einsatz individueller Mikronährstoffmischungen ermöglicht und den fachlichen Austausch fördert.

Mit Know-how und finanziellen Mitteln leistete die Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) einen Beitrag, dass an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld der erste Masterstudiengang Mikronährstofftherapie & Regulationsmedizin verwirklicht werden konnte. Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Elmar Wienecke wurde damit im Oktober 2017 ein Meilenstein in der Gesundheitsmedizin gesetzt: Die seither an der FHM gelehrte Regulationsmedizin ist damit zur allgemein anerkannten Lehre geworden. Als Zertifikatsstudiengang kann sie z.B. auch innerhalb der Schulmedizin der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten dienen.

Als Pionier auf dem Gebiet der Mikronährstofftherapie und Regulationsmedizin wurde Wienecke von der SfGU am 12. Internationalen Bodenseekongress im Jahr 2017 für seine herausragende Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie deren praktische Anwendung mit einem Innovationspreis ausgezeichnet. Bislang haben vier Jahrgänge das Masterstudium erfolgreich abgeschlossen. Dabei sind 30 Masterarbeiten sowie 37 „SiP“-Arbeiten (Studium in der Praxis) entstanden, die von der SfGU gefördert werden. Sie ermöglicht den Einsatz individueller Mikronährstoffmischungen, deren Wirksamkeit im Rahmen dieser Arbeiten untersucht wird. Ebenso bietet sie mit dem Bodenseekongress eine Plattform, um die Fragestellungen und Ergebnisse dieser retrospektiven evidenzbasierten Studien zu präsentieren.

Die Masterarbeiten werden in einer Schriftenreihe der FHM vorgestellt, die auf der Website der Fachhochschule heruntergeladen werden können: www.fh-mittelstand.de/publikationen

Am Bodenseekongress 2022 wurden dazu drei Kurzvorträge gehalten. Die folgenden Zitate stammen aus den Masterarbeiten:

Die Vorträge in voller Länge finden Sie in der
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Kinderwunsch
Magnesium
Pollen- und Hausstauballergie

Der Einfluss von individualisierten Mikronährstoffrezepturen auf körpereigene Regulationssysteme bei Personen mit Kinderwunsch – Ergebnis einer evidenzbasierten retrospektiven Interventionsstudie
Renée Lohbusch

„Die Ergebnisse zeigen zu Beginn der Studie bei allen Teilnehmern deutliche Defizite relevanter Mikronährstoffe, die mit Schilddrüsenwerten ausserhalb des Wohlfühlbereiches und einem angespannten Organismus einhergehen, der nicht regenerationsfähig ist. Bereits nach 24 Wochen individueller Supplementation haben sich diese Werte bei allen Probanden deutlich stabilisiert und nach 36 Wochen weiter gefestigt.“

„Es zeigt sich ein signifikanter Anstieg der relevanten Blutparameter für Vitamine, Fettsäuren, Mineralien und Spurenelementen bei allen Probanden und damit einhergehend die deutliche Regulation von Schilddrüse und vegetativem Nervensystem und anschliessendem Eintritt einer erfolgreichen Schwangerschaft.“

„Bei unerfülltem Kinderwunsch können körpereigene Regulationssysteme, basierend auf fehlenden Mikronährstoffen, aus dem Gleichgewicht sein – ein gestresster Organismus lässt möglicherweise eine Schwangerschaft nicht zu, dies sollte bei unerfülltem Kinderwunsch immer frühzeitig kontrolliert und reguliert werden.“

„Bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch sollten immer auch relevante Blutparameter kontrolliert und leere Speicher gezielt aufgefüllt werden, bevor tiefgreifende Interventionen in Betracht gezogen werden. Fehlen dem Organismus relevante Stoffe, kann es sein, dass er eine Schwangerschaft nicht zulässt, bzw. die Spermien- oder Eizellenqualität nicht ausreichend ist, sodass sich eine erfolgreiche Schwangerschaft einstellen kann.“

Der Einfluss von oral supplementiertem Magnesium (dreimal 200 mg täglich) auf die Balance des vegetativen Nervensystems und die Lebensqualität mit Hilfe der Parameter der 24-Stunden-HRV-Messung im Rahmen einer doppelblind, randomisierten, Placebo-kontrollierten Cross-Over-Studie
Felix Euchner

„Durch die Gabe von dreimal täglich 200 mg Mg kam es zu einer signifikanten Steigerung von pNN50, einem signifikanten Abfallen des SI sowie einer signifikanten Reduktion der LF/HF-Ratio im Vergleich zur Kontrollgruppe. Damit konnte gezeigt werden, dass mit Hilfe von Mg die parasympathische Aktivität gesteigert (pNN50), der Sympathikus gehemmt (SI, LF/HF-Ratio) und darüber hinaus das VNS ausbalanciert (LF/HF-Ratio) werden kann. Die Veränderungen der HRV-Parameter galten sowohl für die Gesamtwerte, den Tag als auch die Nacht.“

„Die Notwendigkeit der Gabe von Mg zeigt sich auch durch die Verschlechterung der Parameter auf das Ausgangsniveau nach einer dreiwöchigen Supplementierungspause. Eine durchgehende Einnahme von Mg kann daher ratsam sein. Auch die über den Tag verteilte dreimalige Einnahme von Mg scheint Vorteile in Bezug auf das VNS gegenüber einer einmaligen Tagesdosis zu haben.“

„Im Rahmen einer Supplementierung mit Mg und der damit aufgezeigten Regulierung des VNS sollte es bei Personen mit einer überschiessenden Stressantwort zu einer verbesserten Reaktion auf Stressoren kommen. Allerdings zeigten im Zusammenhang mit der dargestellten Studie die Probanden keine signifikanten Veränderungen im subjektiven Empfinden des psychischen wie auch vegetativen Wohlbefindens. (…) Allerdings konnte durch die signifikanten Veränderungen der HRV- Parameter nachgewiesen werden, dass die Supplementierung mit Mg positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben sollte.“

Der Einfluss von Mikronährstoffen auf die Pollen- und Hausstauballergie – eine retrospektive Interventionsstudie
Nina Kunz, stellvertretend vorgestellt von Prof. Dr. Elmar Wienecke

„Die erhobenen Daten zeigen dabei eindeutig, dass eine Mikronährstoffkombination mit den Vitaminen C, D, E und B12, Zink und Selen, Glutamin, Arginin und Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) zu einer signifikanten Reduzierung der allergischen Beschwerden um 16% führen kann. Die Ergebnisse zeigen weiterhin, dass die Mikronährstoffkonzentrationen im Blut signifikant stärker ansteigen und auch die Beschwerden durch die Allergien signifikant und deutlich stärker gelindert werden können, wenn zusätzlich zur Supplementierung mit Mikronährstoffen die Ernährung umgestellt wird. In diesem Fall reduzieren sich die allergischen Beschwerden um 98%.“

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„Dazu gibt es nichts Vergleichbares“

«Dazu gibt es nichts Vergleichbares»

Erstmals wurden am 16. Internationalen Bodenseekongress fast alle Vorträge vom Schweizer Gesundheitsfernsehen QS24 aufgezeichnet sowie ergänzende Interviews mit den Referenten geführt. Die Beiträge sind im TV-Programm von QS24 („Naturmedizin“, „Back to School“), auf dessen YouTube-Kanälen sowie in der SALUSMED®-Mediathek unter salusmed.world zu sehen.

Dem beratenden Wissenschafts-Gremium des Fernsehsenders gehören Persönlichkeiten aus der Regulations- und Modernen Orthomolekularen Medizin an, die auch schon am Bodenseekongress sowie an den Tagesseminaren der SfGU referiert haben: Prof. Dr. med. habil. Ulrich Amon, Prof. Dr. rer. nat. Brigitte König, Prof. Dr. Elmar Wienecke, Dr. med. Simon Feldhaus und Dr. med. Kurt Mosetter. Darüber hinaus waren auch Prof. Dr. med. Sigrun Chrubasik-Hausmann, Univ. Prof. Dr. Alexander G. Haslberger, Dr. med. Kurt Müller, Dr. med. dent. Gábor Róza, Prof. Dr. med. Clemens von Schacky sowie Univ. Lekt. Prof. Dr. med. univ. Dr. med. dent. Irmgard Simma in den Talksendungen bereits zu sehen.

Moderator und QS24-Gründer Alexander Glogg fasste nach dem 16. Internationalen Bodenseekongress seine Eindrücke zusammen:
„An dieser Veranstaltung treffen sich gesundheitsbewusste Fachleute, um neue Erkenntnisse für die ursächliche Behandlung ihrer Patienten zu gewinnen. Ich bin dort ganzheitlich denkenden, offenen und herzensguten Menschen begegnet. Es war für mich wie die Zusammenkunft einer grossen Familie. Die Mikronährstoffmedizin und die Orthomolekulare Medizin sind den Gästen absolut ein Begriff. Auf diesem Gebiet ist der Bodenseekongress ganz klar die Nr. 1 – führend im deutschsprachigen Raum und mit Abstand das Beste, was ich in Sachen Ganzheitlichkeit bislang gesehen und gehört habe. Dazu gibt es nichts Vergleichbares. Die Vorträge gehen an die Basis der Gesundheit. Während auf konventionelle Art nach wie vor viel zu viel an Symptomen herumgedoktert wird, zielen die Inhalte der Referenten in viel tiefere Schichten. Was mir im Herzen wehgetan hat, war die Aussage von Prof. Ulrich Amon im Interview, wonach die Zahl der Autoimmunerkrankungen explosionsartig zunimmt. Das ist absolut tragisch. Im persönlichen Gespräch hat mir Prof. Alexander Karabatsiakis noch von einer jüngsten Veröffentlichung erzählt, die mich sehr bewegt hat: Mit einer Haaranalyse könnte es demnach möglich werden, anhand der Cortisolwerte die Suizidgefahr z.B. von Depressionspatienten präventiv einzuschätzen. Jährlich begehen in Deutschland mehr als 10’000 Menschen Suizid – hier ist ein dringlicher Bedarf in Richtung Prävention und Risikoabschätzung absolut notwendig. Der Nutzen solcher Analysen muss in zukünftigen Studien getestet werden und diese Arbeit setzt hierfür einen wichtigen Impuls’, teilte er mir mit. In den Pausen durften wir von den Teilnehmern sehr viel positives Feedback entgegennehmen. Gefühlt haben mich fast alle gekannt. Es gab viele Dankeschöns für die wertvolle Aufklärungsarbeit, die QS24 bietet. Am Bodenseekongress waren wir gern gesehen – unsere Teilnahme hat unter versierten Fachleuten ein gutes Echo ausgelöst. Das hat schön zusammengepasst.“

Weitere Informationen: 
www.qs24.tv
www.youtube.com (QS24 – Schweizer Gesundheitsfernsehen)
www.salusmed.world (Mediathek)

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Nachgefragt bei unseren Gästen …

Nachgefragt bei unseren Gästen … 

  1. Der Internationale Bodenseekongress findet in diesem Jahr zum 16. Mal statt – was ist für Sie das Besondere an dieser Fachtagung?
  2. Aus welchem persönlichen Interesse nehmen Sie am Kongress teil und was versprechen Sie sich vom diesjährigen Programm?
  3. Der Bodenseekongress ist der Regulations- und Modernen Orthomolekularen Medizin gewidmet. Welchen Stellenwert hat die Mikronährstoffmedizin angesichts der Herausforderungen im Gesundheitswesen?
  4. Welche Themen sollte die SfGU aus Ihrer Sicht am Bodenseekongress 2023 auf die Agenda setzen?

Nadja Speck
Drogistin und Naturheilpraktikerin, DROPA Drogerie Appenzell

  1. „Für mich ist es das erste Mal, dass ich am Internationalen Bodenseekongress mit dabei bin. Ich bin gespannt auf die Referenten und freue mich auch auf den Austausch unter den verschiedenen Fachleuten.“
  2. „Ich freue mich, von den neuesten Erkenntnissen im Bereich Orthomolekularmedizin zu hören.“
  3. „Für mich haben die Regulations- und Moderne Orthomolekulare Medizin einen sehr hohen Stellenwert. Ich bin der Überzeugung, dass der Körper sehr viel ausregulieren kann, wenn er ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt ist.“
  4. „Es gibt sehr viele spannende Themen wie zum Beispiel Begleittherapie von Krebspatienten, Psychoneuroimmunologie, Autoimmunerkrankungen, Frauenheilkunde …“

Dr. med. dent. Gábor Róza
Zahnarzt

  1. „Am Bodenseekongress fühle ich mich durch mehrere Experten darin bestätigt, dass die Umstellung auf eine personalisierte Ernährung und die zusätzliche Gabe von Vitaminen notwendig ist. In der Praxis führen wir dazu viele Beratungsgespräche durch, in denen wir zur Einnahme von Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien raten. Es ist schön, an dieser Tagung etwas über die Genesung schwerkranker, ‚austherapierter‘ Patienten zu erfahren um zu sehen, dass Heilungsfortschritte auch bei chronischen Erkrankungen kein Zufall sind.“
  2. „Ich kenne den Naturarzt Christian Harzenmoser und Familie Glogg von QS24, die auch am Bodenseekongress anwesend sind, persönlich. Ich weiss, dass ich ihnen vertrauen kann. Mit ihren Ansichten zu Gesundheit, einer gesunden Lebensweise und der Behandlung von Patienten sind sie auf dem richtigen Weg.“
  3. „Da wir Behandler täglich mit Patienten mit einem mangelhaften Mikrobiom zu kämpfen haben, ist eine Substitution in jeder Lebenslage unbedingt notwendig – Jung und Alt, mit mehr oder weniger Stress, mit mehr oder weniger körperlicher Betätigung.“
  4. „In 2023 lasse ich mich überraschen. Bei der Einnahme von Mikronährstoffen interessieren mich Informationen und Diskussionen zu Grenzwerten sowie die Laboranalytik.“

Simone Wietlisbach
Entwicklerin von POWERHAIR, 
Inhaberin von ParaMediForm Ernährungsberatung Zug

  1. „Das Besondere von jedem Bodenseekongress ist für mich die Qualität der ausgewählten Referenten, die mehrheitlich sehr spannende Themen präsentieren. Diese Fachtagung hält die Teilnehmenden auf dem neuesten Stand, worüber geforscht wird. Und was mir zum Teil schon bekannt ist und ich in der Praxis bereits erlebt habe, wird von den Professoren dann auch teilweise bestätigt. Am Bodenseekongress findet eine schöne Weiterentwicklung von Wissen statt, das ich sehr gut in meinen Beruf integrieren kann.“
  2. „Immer weiterlernen – das ist mein Hauptinteresse. Das Programm des Bodenseekongresses ist jedes Jahr insgesamt sehr gut, weshalb ich meine Teilnahme davon nicht abhängig mache. Entscheidend ist immer das Datum, ob ich es zeitlich einrichten kann. Wenn das geht, dann nehme ich daran teil. Ich kann mich darauf verlassen, dass die meisten Themen, die präsentiert werden, für mich interessant sind.“
  3. „Für mich ist die Orthomolekularmedizin ein grosses und sehr interessantes Gebiet. Ich arbeite seit 20 Jahren damit und sehe sehr viele Erfolge, die man damit erzielen kann. Es gibt so viele Bereiche, in denen man Menschen mit Mikronährstoffen unterstützen kann, vorausgesetzt, dass diese Substanzen richtig abgestimmt, dosiert und eingesetzt werden. Mit POWERHAIR habe ich auf dieser Basis ein Produkt entwickelt, das Haarausfall stoppt und die Haare wieder wachsen lässt. Von meinen Kunden erhalte ich darauf unglaublich positive Feedbacks: Menschen, denen nicht nur die Haare wieder wachsen, sondern bei denen auch Entzündungen verschwinden, die keine Depressionen mehr haben, wieder gut schlafen können, bei denen die Verdauung funktioniert und die Leberwerte wieder im grünen Bereich sind. Das Spektrum ist riesig. Ich liebe es, Menschen damit Gutes tun zu können. Und der Erfolg gibt mir Recht: Es gibt immer mehr Kunden, die mich aufsuchen und eine individualisierte Mikronährstoffmischung haben möchten, die ich dann bei der Hepart AG herstellen lasse. Doch leider werden der Mikronährstoffmedizin so viele Steine in den Weg gelegt und ihr Nutzen dem Endkunden verwehrt – das stimmt mich nachdenklich, dass es so ein schwieriger Weg ist, die Orthomolekularmedizin zu den Menschen zu bringen. All die Hürden zu nehmen und zu umgehen, sehe ich als eine der Herausforderungen im Gesundheitswesen.“
  4. „Am Bodenseekongress fand ich die Themen bis jetzt meistens sehr interessant. Mich interessieren vor allem die Einsatzmöglichkeiten der Mikronährstoffe, die Forschung zu bestimmten Pflanzenextrakten und schlichtweg all die Stoffe, die noch nicht so bekannt sind. Wozu kann man sie einsetzen? Was lässt sich damit alles wie therapieren? Darauf bin ich neugierig.“

Christian Harzenmoser
Naturarzt

  1. „Am Bodenseekongress höre ich neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Mikronährstoffmedizin und habe gleichzeitig den Austausch mit Fachkollegen. So bringe ich mich immer wieder auf den aktuellsten Stand. Und nicht zu vergessen: Ich kann die wunderschöne Umgebung am Bodensee geniessen.“
  2. „Mein Interesse gilt insbesondere den hochinteressanten Referaten. Sie bringen jedes Jahr neue fachliche Erkenntnisse hervor und erweitern so meinen Horizont. Vom diesjährigen Programm erhoffe ich mir, den Nachholbedarf nach der Pandemiezeit zu decken und auch viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Die persönlichen Begegnungen an diesem Kongress sind immer sehr kostbar.“
  3. „Die Mikronähstoffmedizin ist ein Fachgebiet der Gegenwart und der Zukunft. Auf der Basis von Laboranalysen steigern individuelle Lösungen die Wirksamkeit messbar und fördern die Wertschätzung zwischen dem Patienten und Behandler. Folglich kann dies dazu beitragen, die Gesamtkosten im Gesundheitssystem zu senken.“
  4. „Mit der Themenauswahl am Bodenseekongress bin ich immer sehr zufrieden. Ich lasse mich auch gerne mal vom neuen Programm überraschen. Weil ich im Leistungssport zuhause bin, habe ich immer wieder Freude daran, wenn der Sport mit aufgenommen wird – egal in welcher Form.“

Maya Hug
Dipl. Physiotherapeutin FH, Physiotherapie Töss

  1. „Das Besondere ist für mich rein persönlicher Natur – endlich nehme ich mir die Zeit für diesen speziellen Tag. Schon seit 5 Jahren möchte ich gerne mit dabei sein. Und ehrlich gesagt fasziniert mich auch die Lage des Kongresszentrums auf dem Lilienberg. Das muss ich jetzt einfach mal erlebt haben.“
  2. „Mein Interesse gilt dem Austausch mit Menschen, die in der Regulationsmedizin Erfahrung haben. Von der Teilnahme am Bodenseekongress verspreche ich mir Wissens- und Bewusstseinserweiterung.“
  3. „Die Regulations- und Moderne Orthomolekulare Medizin hat die Chance, im Gesundheitswesen an Bedeutung zu gewinnen. In meinen Augen ist das dringend notwendig. Mit dieser Medizin ist es möglich, dass jeder Einzelne eigenverantwortlich handelt.“
  4. „Die Steigerung der Lebensqualität halte ich für den wichtigsten Aspekt. Die SfGU könnte auch noch persönliche Erfolgsgeschichten aufnehmen, die dokumentiert sind – mit Blutwerten, Röntgenbildern, MRI, etc.. Ebenso interessieren mich Themen wie z.B. ‚Eisenmangel und orthomolekulare Medizin‘ sowie ‚Lernblockaden bei Jugendlichen und orthomolekulare Medizin‘.

Kamala Boger
Diplomierte Sport-Therapeutin und Personaltrainerin sowie Heilpraktikerin, 
Inhaberin des Instituts esentiXX

  1. „Das Besondere am Internationalen Bodenseekongress ist für mich, dass es interessante Vorträge zu vielen unterschiedlichen Fachrichtungen gibt. Dabei steht der ganzheitliche Aspekt immer im Mittelpunkt.“
  2. „Für uns vom Institut esentiXX kommt die Prävention an oberster Stelle. Am Bodenseekongress freue ich mich auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse und den Austausch mit Gästen und Referenten.“
  3. „Das Thema individualisierte orthomolekulare Medizin findet leider noch immer viel zu wenig Beachtung. Aus diesem Grund haben wir auf dem Campus der Sportklinik Bad Nauheim auch das Institut esentiXX für Prävention, Gesundheit und Orthomolekulare Beratung gegründet. Damit setzen wir ein Zeichen: Es ist besser zu handeln, bevor Krankheiten überhaupt erst entstehen können. Auch die Krankenkassen und viele andere Institutionen sollten sich in Zukunft in diesem Bereich viel stärker aufstellen.“
  4. „Es muss noch viel mehr darüber gesprochen werden, welch wichtige Rolle die individualisierte Mikronährstoffversorgung in unserem Leben spielt. Viele Krankheiten entstehen dadurch, weil unser Körper immer auf Hochtouren läuft, ohne dass wir ihm die Substanzen ausreichend und in optimaler Qualität bereitstellen, die er dafür benötigt. An der Tankstelle für das Auto ,Super plus‘ tanken sowie ein gutes Öl benutzen, dass der Motor besser läuft und lange hält, erscheint allen logisch. Aber was ist mit unserem Körper? Diese Frage muss sich jeder mal stellen. Das Thema Analytik – vor allem die Blut- und Stuhlanalyse – sollte ebenfalls stärker in den Fokus rücken. Es ist von grosser Bedeutung, dass die essentiellen Mikronährstoffe, Omega-Fettsäuren, aber auch Schadstoffbelastungen, wie z.B. Schwermetalle, in diesem Zusammenhang mehr Beachtung finden. Man darf den Patienten nicht im Glauben lassen, dass das grosse Blutbild all diese Laborwerte beinhaltet.“

Dr. med. Birgit Link
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Praxis Gynlink, Zürich

  1. „Ich nehme in diesem Jahr zum ersten Mal am Internationalen Bodenseekongress teil und bin gespannt, was mich erwartet. Ich rechne mit einem kleinen, persönlichen Rahmen mit internationalen Referenten.“
  2. „Für mich als Gynäkologin, Orthomolekularmedizinerin – und für manche meiner Patientinnen bin ich auch Hausärztin – sind fast alle Programmpunkte interessant. Ich versuche meine Patientinnen ganzheitlich zu betreuen. In meiner Praxis messe ich die HRV und freue mich deshalb auf den Vortrag über den Einfluss von Magnesium auf die Balance des vegetativen Nervensystems. Sehr gespannt bin ich auf den Vortrag über den Einfluss von individualisierten Mikronährstoffrezepturen auf körpereigene Regulationssysteme bei Kinderwunsch. Autoimmunerkrankungen und SARS-CoV-2 sind auch interessante Themen, die in meiner Praxis häufig vorkommen. Abgesehen vom Programm freue ich mich auf den Ausstauch mit gleichgesinnten Kolleginnen und Kollegen und besuche auch gerne die Ausstellung.“
  3. „In der heutigen schnelllebigen Zeit mit zu wenig Ruhepausen und steigender Umweltbelastung ist es kaum möglich, mit einer ‚gesunden‘ und ausgewogenen Ernährung alle Nährstoffe zu erhalten. Das Thema Mikronährstoffe zur Prävention und auch zur Therapie bei beginnenden Krankheiten wird immer mehr an Bedeutung gewinnen. In meiner Praxis sehe ich zunehmend junge Patientinnen mit Darmbeschwerden, Depressionen, rezidivierenden Infekten, Autoimmunerkrankungen, etc., die sehr unter ihren Beschwerden leiden und denen ich so helfen kann.“
  4. „Für mich sind es gynäkologische Themen, z.B. ‚Mikronährstoffe und Endometriose‘, das prämenopausale Syndrom, Östrogendominanz und die Epigenetik.“
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«Wirksamkeit – das Wichtigste, was ein Präparat bieten muss»

«Wirksamkeit – das Wichtigste, was ein Präparat bieten muss»

Gerald Göbel ist ein ausgewiesener Experte für die Verabreichung von Mikronährstoffen. In seinen 8 „Rochus Vital“-Apotheken haben Kunden die Wahl und können aus einem breiten Sortiment schöpfen. Einzigartig sind die „Vital Special“-Mischungen auf HCK-Basis, die je nach Bedarf individuell zusammengestellt werden. Besonders gefragt sind diese Präparate bei Diabetes-Typ-2 und wenn es darum geht, für ein möglichst starkes Immunsystem zu sorgen.

Herr Göbel, ein robustes Immunsystem ist unerlässlich, um gegen Infektionen gewappnet zu sein. Was trägt zu einem möglichst hohen Schutz bei?
Gerald Göbel:
In Zeiten, in denen das Immunsystem stark gefordert ist, braucht der Körper die maximale Unterstützung. Das ist wie beim Fussball: Ist die gesamte Abwehrkette gesund, dann hat man sehr gute Chancen, auch einen starken Angriff verteidigen zu können. Damit das alles top funktioniert, haben wir mit den „Rochus Vital Special“-Mikronährstoffmischungen genau das Passende im Sortiment. Im Herbst legen wir damit jetzt wieder so richtig los. Der gezielte Einsatz von diesen lebensnotwendigen Substanzen entspricht voll unserer Philosophie als Apotheke. Wir sehen unser Kerngeschäft nämlich nicht nur in der Belieferung von Rezepten, sondern wir fassen das Thema Gesundheit viel breiter: Wir wollen, dass Menschen wieder gesund werden und vor allem gesund bleiben. Deshalb hat die Prävention insgesamt einen sehr hohen Stellenwert, nicht nur wenn es um den Schutz vor Viren geht.

Gesund werden – gesund bleiben. Wie wenden Sie diese individuell zusammengestellten Mikronährstoffmischungen auf HCK-Basis an, insbesondere in der Erkältungszeit?
Gerald Göbel:
Kommt jemand mit einer Erkältung oder einer Grippe zu uns, dann rezeptieren wir für die akute Phase eine Mikronährstoffmischung, die 7 oder 14 Tage lang eingenommen wird. Die meisten Kunden spüren eine deutliche Wirkung und finden das Präparat deshalb sehr gut. Vor der nächsten typischen Erkältungssaison ist ihr Interesse dann meistens auch gross, das Granulat über einen gewissen Zeitraum bereits präventiv einzunehmen. Manche bevorraten sich gleich mit einer 90-Tage-Ration, die auf ihren persönlichen Bedarf abgestimmt ist. Das zeigt, womit wir bei HCK seit Anbeginn gepunktet haben – mit der Wirksamkeit und den positiven Rückmeldungen der Anwender. Das ist das Wichtigste, was ein Präparat bieten muss, das A und O. Deshalb können wir in der Apotheke auch zu 100% dahinterstehen.

Worin unterscheidet sich solch eine Mischung von herkömmlichen Präparaten?
Gerald Göbel:
Gegenüber Einzel- oder Kombipräparaten bieten unsere „Vital Special“-Mischungen einen entscheidenden Vorteil: Je nach Patient und persönlicher Situation können wir auch hohe Dosierungen anbieten. Das liegt daran, dass die Mikronährstoffe in eine pflanzliche Biomatrix eingearbeitet sind. Die Aufnahmefähigkeit im Darm ist ein weiteres Qualitätsmerkmal. Verglichen mit einem Standardprodukt ist dieser Unterschied beim Vitamin C ganz einfach zu erkennen: Selbst bei hochdosierten herkömmlichen Präparaten kommt es vor, dass ein nicht geringer Teil davon schnell wieder in der Toilette landet. Das ist an der Färbung des Urins zu erkennen. Bei den HCK-Granulaten ist das nicht der Fall, was optisch leicht nachvollziehbar ist.

Ein starkes Immunsystem ist ein Thema, das alle betrifft. Welche Kunden erreichen Sie mit einer „Vital Special“-Mischung, die aufgrund spezifischer Anliegen zu Ihnen in die Apotheke kommen?
Gerald Göbel:
Neben Kunden, die wegen ihres Immunsystems zu uns kommen, sprechen wir damit in erster Linie auch Patienten an, die von einem Typ-2-Diabetes betroffen sind. Durch die Einnahme verbessern sich bei ihnen ganz verschiedene Parameter, je nachdem, in welchem Stadium damit begonnen wird. Wie beim Immunsystem, so ist es auch bei dieser Stoffwechselerkrankung möglich, die Abwehr zu stärken. Das führt dazu, dass mindestens Begleiterscheinungen abgefangen werden können. Es ist messbar, dass sich aufgrund der persönlichen Mikronährstoffmischung z.B. die Belastung mit freien Radikalen reduziert und damit der oxidative Stress. Bei Diabetes spielt das eine zentrale Rolle. Neben dem aktuellen Blutzucker und dem Langzeitzucker HbA1c ermitteln wir die antioxidative Kapazität, um zu klären: Wie fit ist der Körper, um die negativen Auswirkungen der Erkrankung von sich aus abzufangen?

Gegenüber sofort oder kurzfristig verfügbaren Standardpräparaten wird jede „Vital Special“-Mischung individuell zusammengestellt. Welchem Grundprinzip folgt solch eine Rezeptur, z.B. bei einem Diabetiker?
Gerald Göbel:
Wir gehen vor wie ein Schneider, der über verschiedene Masskonfektionen verfügt. Die Finissierung wird dann auf den Kunden individuell abgestimmt. Im übertragenen Sinne steht uns in der Apotheke je nach Indikation ein Grundgerüst von Mikronährstoff-Granulaten zur Verfügung. Zwischen 5 und 10 Substanzen sind grundsätzlich gesetzt. Und dann kommt es darauf an: Wie sehen die Messwerte des Patienten aus? Wie ist seine Gesamtsituation? Handelt es sich um einen multimorbiden Patienten oder ist der Blutzucker nur leicht erhöht? Spritzt er Insulin oder nimmt er orale Antidiabetika? So entsteht letztlich eine Mikronährstoffmischung, die es nur 1 Mal gibt. Mit dieser Vorgehensweise können wir relativ schnell zum Ziel kommen und z.B. für einen Diabetiker eine sehr gute individualisierte Mikronährstoffmischung erstellen.

Welche Schwerpunkte setzen Sie in der Beratung?
Gerald Göbel:
Es liegt an uns, immer wieder daran zu erinnern und den Kunden zu erklären, was die Mikronährstoffe im Körper bewirken. Dazu zeigen wir die Kreisläufe auf und gehen in die Theorie. Hat ein Kunde eine Mischung bereits über einen längeren Zeitraum eingenommen und hört dann wieder auf, können wir das einige Monate später auch messen und die Veränderungen zeigen: Zum Beispiel, indem der Anteil an freien Radikalen wieder ansteigt. Solche Wellenbewegungen und Ausschläge versuchen wir zu vermeiden. Im Zweifelsfall empfehlen wir deshalb je nach Bedarf lieber eine niedrigere Dosierung, die dafür kontinuierlich eingenommen wird. Im Gegensatz zu einer Herpes-Mischung, die für 7 oder 10 Tage erstellt wird, macht es in vielen Fällen keinen Sinn, die Versorgung einzustellen, nachdem die Speicher wieder gefüllt sind.

Weitere Informationen:
rochus-apotheke.net

Text: Jürgen Kupferschmid Bilder: AdobeStock, zVg

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Formkurve zeigt wieder bergauf

Formkurve zeigt wieder bergauf

Mit eisernem Willen kämpfte sich der Triathlet Christian Harzenmoser über Monate hinweg zurück auf Wettkampfniveau – innerhalb einer Woche stand er im Juni bei den Liechtensteinischen Triathlon Landesmeisterschaften und dem Thurgau Triathlon in Frauenfeld auf dem Siegerpodest. Aufgrund der Folgen eines Zahninfekts und einer Corona-Infektion war seine Teilnahme lange ungewiss. Wenige Tage vor dem ersten Rennen verhalfen ihm Farben und Klänge der «ColorBox12» nochmals zu einem deutlichen Leistungsschub.

Christian Harzenmoser ist zielstrebig und erfolgsorientiert – ob als Naturarzt, in der medizinischen Sportbetreuung oder selbst als aktiver Triathlet. Mit dem Gewinn der Liechtensteinischen Triathlon Landesmeisterschaften (alle Altersklassen und neuer Altersrekord in Liechtenstein) am 5. Juni 2022 sowie nur eine Woche später des Thurgau Triathlon in Frauenfeld setzte der 58-Jährige gleich zwei starke Akzente in einer für ihn aussergewöhnlichen Saison. «Im Corona-Jahr 2021 stand ich bei fast jedem Rennen auf dem Podest. Mit Platz 6 an den Europameisterschaften erzielte ich mein bestes internationales Ergebnis und war in Topform», blickt er zurück. Alle Zahnräder griffen bei ihm optimal ineinander, bis im Dezember ein Zahninfekt sein ideal austariertes körperliches System aus der Balance brachte: «Aufgrund einer Zyste unter der Wurzel musste der Zahn gezogen werden. Dieser Prozess hat sich über mehrere Wochen hingezogen und stark auf meine Leistungsfähigkeit ausgewirkt.» Die Teilnahme an dem für Januar 2022 geplanten Trainingslager auf Lanzarote erschien deshalb zunächst ungewiss. Letztlich entschied sich Harzenmoser dafür, u. a. wegen der dort zu erwartenden Sonnenstunden, des milden Klimas und auch um die Emotionen der vergangenen Wochen hinter sich zu lassen. Mit eisernem Willen absolvierte er die Trainingseinheiten, 25 Stunden pro Woche. Das Pensum zu dosieren war kaum möglich, um mit der sehr ambitionierten Gruppe mithalten zu können: «Mit kleinen Ausnahmen beim Radfahren habe ich bei fast orkanartigen Windverhältnissen letztlich das volle Programm absolviert.» Durch die Nachwirkungen der Zahnbehandlung und die körperlichen Anstrengungen im Trainingslager konzentrierte sich Christian Harzenmoser nach seiner Heimkehr voll auf die Regeneration: «In sportlicher Hinsicht habe ich eine Woche lang nicht viel gemacht, konnte mich runterfahren und fühlte mich zunehmend wieder gut.» Doch nur kurze Zeit später erhielt dieser Aufwärtstrend erneut einen Dämpfer: «Nachdem ich in den Corona-Jahren 2020 und 2021 durchgehend kerngesund war, habe ich mich in der Praxis bei einer Patientin mit Covid-19 angesteckt – mit hohem Fieber hat es mich von 0 auf 100 erwischt. 5 Tage lang lag ich flach.» Die Suche nach der optimalen Balance, die ihn im vergangenen Jahr noch von Erfolg zu Erfolg führte, war damit um einige Herausforderungen reicher: «Mein Arbeitspensum in der Praxis habe ich zwar zu 100 Prozent erfüllt, doch an mehr war zunächst nicht zu denken. Grössere sportliche Leistungen lagen nicht drin – läuferisch war ich auf dem Level eines Spaziergängers. Dann traten vorübergehend auch noch körperliche Schmerzen auf, ein anhaltender Druck unterhalb des Rippenbogens. »

Immunsystem unter Druck
So suchte der Naturarzt nach Erklärungen bei sich selbst: «Seit dem Zahninfekt hat mein vegetatives Nervensystem sehr gelitten – das Wechselspiel zwischen Sympathikus, dem Leistungsbringer, und Parasympathikus, der uns regenerieren und entspannen lässt. Mit einem ganzheitlichen Analysesystem konnte ich an mir über Wochen hinweg hohe Werte von chronischem Stress messen. Das führe ich in erster Linie darauf zurück, dass mein Immunsystem in dieser Zeit Höchstleistungen erbringen musste.» Eine der wesentlichen Voraussetzungen, dass das überhaupt möglich war, ist bei ihm gegeben – die optimale Versorgung mit Mikronährstoffen: «Unter diesem Gesichtspunkt war mein Körper in einer sehr guten Verfassung. Dank meiner persönlichen HCK®-Mischung sind meine Speicher kontinuierlich gefüllt. Das dürfte dazu beigetragen haben, dass die Corona-Infektion in meinem Fall bereits nach wenigen Tagen überstanden war.» Die Ausbalancierung des Vegetativums wurde für ihn damit zur Schlüsselfrage, um wieder auf Wettkampfniveau zu kommen. Dem näherte er sich über Wochen hinweg Schritt für Schritt an: «Das, was möglich war, habe ich gemacht – erst Schwimmen, dann Radfahren und schliesslich konnte ich auch wieder ins Lauftraining einsteigen. Ich bin immer am Ball geblieben, auch wenn ich phasenweise wieder einen Schritt zurück machen musste.» Die Wende brachte dann ein Zeitfahrrennen am 11. Mai in Appenzell: «Das ging gut – kurz, aber hochintensiv. Erstmals habe ich wieder unter voller Belastung richtig Gas geben können, das hat mein Vertrauen gestärkt.»

Weniger Stress, mehr Regeneration
Drei Tage vor den Liechtensteinischen Triathlon Landesmeisterschaften sorgte eine Erfahrung mit der «ColorBox12» bei Christian Harzenmoser für ein weiteres Aha-Erlebnis. Dabei handelt es sich um ein innovatives System, das über Farben und binaurale Beats bestimmte Gehirnfrequenzen gezielt ansteuert. Messbar lassen sich damit z. B. Stress reduzieren, die Regeneration fördern sowie Energie und Leistung steigern. Fachlich begleitet durch den «ColorBox12»-Entwickler Knut Groth wurden für den Triathleten drei massgeschneiderte Programme, sog. «Blueprints», erstellt, die er über einen Kopfhörer und Farbtöne auf sich wirken liess: «Bereits nach der ersten Anwendung hat sich meine Leistungsfähigkeit deutlich erhöht. Das war erstaunlich, dass diese Wirkung unmittelbar gemessen werden konnte. Das hat mich überzeugt. Deshalb bin ich drangeblieben und habe mehrmals täglich damit weitergemacht – für bessere Regeneration, mehr Energie und einen erholsamen Schlaf.» Entscheidend war für ihn dabei auch ein mentaler Effekt, der sich schnell einstellte: «In meinem Kopf hat das ein Signal ausgelöst, dass jetzt wieder etwas in die Gänge kommt.» Seine mentale Stärke führt er mit darauf zurück, nach seiner mehrmonatigen Zwangspause gleich beim ersten Triathlon auf dem Siegerpodest zu stehen.

Wieder unter voller Belastung
Mit Blick auf die gesundheitlichen Herausforderungen, die der Sportler zu meistern hatte, grenzt es für ihn «fast schon an ein Wunder», dass er die Liechtensteinischen Triathlon Landesmeisterschaften und den Thurgau Triathlon Frauenfeld unter voller Belastung bestreiten und gleich beide Male zum Gewinner gekürt werden konnte. Der Weg zurück zu seiner alten Form ist für ihn damit aber noch nicht abgeschlossen. Dass er seine gesteigerte Leistungsfähigkeit mit Hilfe der «ColorBox12» bis zum zweiten Rennen durchgehend halten konnte, weist für Harzenmoser in die richtige Richtung: «Ich bin weiter auf der Suche nach meiner optimalen Balance, doch ich habe jetzt einen grossen Entwicklungsschritt gemacht: Ich konnte den Krisenmodus hinter mir lassen und bin in der Lage, an die sportlichen Erfolge vom vergangenen Jahr anzuknüpfen.»

Weitere Informationen: naturarzt-harzenmoser.ch

Text: Jürgen Kupferschmid Bilder: zVg

Mehr über das CB12-System

Initialzündung nach Corona

Initialzündung nach Corona

Edith Merz hat es geschafft und im «Seeblick» die Wende eingeleitet: Innerhalb weniger Tage ist ihr Blutzuckerspiegel von 8,4 mmol/l auf 6,8 mmol/l gesunken. Dieser EPD®-«Kick» im Kurhaus war für sie nötig, um aus Alltagsgewohnheiten auszubrechen. Als Stammgast schlug sie einen wirksamen Weg ein – eine Kombination aus dem EPD®-Ernährungsprogramm, Vorträgen und ärztlicher Beratung, die den Menschen als Ganzes sieht.

Nach der Corona-Zeit habe ich diese Woche im «Seeblick» für mich gebraucht. Das war nötig und hat gutgetan. In den vergangenen zwei Jahren habe ich zwar meine Velo-Touren bei uns im Leimental unternommen, insgesamt aber viel gemütlicher und sesshafter gelebt. Dadurch nahm ich zu. Das war nicht gut. Vor einigen Monaten hat mir mein Arzt gesagt, mein Langzeitzuckerwert (HbA1c) sei zu hoch. Früher ist es mir gelungen, ihn durch Ernährung und Bewegung mehr oder weniger im Normbereich zu halten. Doch jetzt ist die Situation eskaliert. Ich habe es im Alltag einfach nicht mehr geschafft, ihn zu senken. Das ist eine sehr heimtückische Entwicklung, die man zunächst nicht unbedingt spüren muss. Diese Woche hat mir nun dabei geholfen, den Kurs zu ändern.

Beim Eintritt war mein Zuckerwert bei 8,4 mmol/l. Dann ging er runter auf 7,1 mmol/l. Jetzt liegt er bei 6,8 mmol/l. Zum ersten Mal seit längerer Zeit steht nun wieder die 6 vor dem Komma.

Effekte stellen sich ein
Die Stoffwechseltherapie überzeugt mich und ich fühle mich hier gut aufgehoben. Ich bin jetzt zum siebten Mal da und für mich passt es einfach. Ohne Hunger nehme ich mit EPD® ein bis zwei Kilo ab und kann dadurch den Blutzucker senken. Diese 7 Tage sind für die Gesundheit da – die beabsichtigten Effekte stellen sich ein. Wenn ich zuhause bin, schleiche ich die EPD®-Mahlzeiten aus und nehme für die nächsten vier Monate wieder eine persönliche HCK®-Mikronährstoffmischung ein. Danach sehen wir weiter. Mit den stündlichen Mahlzeiten fühle ich mich sehr wohl. Zuweilen habe ich bereits zum Morgenessen eine frisch zubereitete Suppe gegessen und im Laufe des Tages noch weitere, wie z. B. Curry-, Pilz-, Spinat- oder Kartoffelsuppe. Auch die selbst zubereiteten Shakes mit verschiedenen Aromen schmecken mir sehr. Im «Seeblick» wird man dann auch noch mit den frisch zubereiteten Mahlzeiten verwöhnt.

Mit Messwerten belegbar
Bei meinem ersten Aufenthalt hätte ich nicht gedacht, dass ich mich mit den Jahren zum Stammgast entwickle. Ursprünglich dachte ich, ich höre mir das mal an und weiss dann Bescheid. Doch es gibt so viele Informationen, die sich erst einmal setzen müssen – das kann man nicht einfach so nur an sich vorbeiziehen lassen, sondern muss das immer wieder vertiefen. Auch beim siebten Mal bin ich zu allen Vorträgen gegangen. Man hört die Inhalte immer wieder auf eine neue Art und Weise. Das finde ich sehr gut und kann das nur loben. Ohne dieses Programm wäre ich vermutlich nicht so oft gekommen. Sehr kompetent ist auch die ärztliche Beratung durch Frau Dr. Rasch. Über den schulmedizinischen Ansatz hinaus betrachtet sie den Menschen ganzheitlich. Diese Stoffwechseltherapie ist wohl durchdacht, keine Glaubenssache, sondern mit Messwerten belegbar. Und sie sorgt für einen «Kick», wenn man in seinen Alltagsgewohnheiten steckt. Ich habe jetzt auch eine Initialzündung gebraucht.

Weitere Informationen: seeblick-berlingen.ch

Text: Jürgen Kupferschmid und Edith Merz Bild: Jürgen Kupferschmid

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